Feuerwehr trainiert Rettungseinsatz im ICE-Tunnel Baumleite im Landkreis Sonneberg

Heute Großübung mit mehr als 200 Einsatzkräften

Seit dem Morgen trainieren Feuerwehren und Rettungskräfte im Thüringer Wald den Ernstfall: Im ICE-Tunnel Baumleite zwischen Schalkau und Grümpen im Landkreis Sonneberg werden über 200 Einsatzkräfte an sechs Stationen ausgebildet.

Die ICE-Strecke ist in der Zeit planmäßig wegen Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten gesperrt. Ziel der Übung ist es, die Besonderheiten von Tunneleinsätzen zu trainieren und die Zusammenarbeit zu vertiefen. Die Rettungskräfte kommen aus Erfurt und Suhl sowie den Landkreisen Gotha, Saalfeld-Rudolstadt, Hildburghausen, Sonneberg und Ilm-Kreis.

Bei dem Training steht kein simuliertes Unglück im Vordergrund, der Fokus liegt auf einzelnen Aspekten eines Rettungskonzeptes. Geübt wird unter anderem die Oberleitungsspannungsprüfung, die Erkundung, die Brandbekämpfung sowie das Suchen im Tunnelinneren. Erstmals wird außerdem die Rettung aus einem Doppelstockzug trainiert. Die Regionalzüge sind seit letztem Jahr auf der Strecke unterwegs. Ergänzend werden Notärzte, organisatorische Leiter Rettungsdienst sowie Kräfte der PSNV (Psychosoziale Notfallversorgung) in die sicherheitstechnische Infrastruktur von Tunnelbauwerken eingewiesen. Insgesamt sind heute über 350 Personen involviert.

„Mit seinen zahlreichen Tunnelbauwerken stellt der Thüringer Wald die Rettungskräfte vor besondere Herausforderungen. Mit dieser Ausbildung stellen wir sicher, dass im Ernstfall jeder Handgriff sitzt“, betont Staatssekretär Andreas Bausewein, der die Übung begleitet. Auch politische Vertreter der Landkreise Hildburghausen und Sonneberg nehmen teil.

Die Strecke Nürnberg–Erfurt zählt zu den sicherheitsrelevantesten Bahnverbindungen in Deutschland. Auf 107 Kilometern Länge verlaufen 41 Kilometer durch Tunnel und 12 Kilometer über Brücken. Bis 2025 gab es auf der Neubaustrecke VDE 8.1 14 Übungen. Die letzte Stationsausbildung fand 2017 statt.  Ergänzend werden durch die Landkreise und die Feuerwehren selbst kontinuierlich Anfahrtsübungen bzw. Tunnelbegehungen durchgeführt, dies immer in Begleitung der DB AG. Die Übung wird von den Landkreisen Sonneberg und Hildburghausen mit der Thüringer Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule, der Deutschen Bahn sowie dem Thüringer Innenministerium organisiert. Bereits vor zwei Jahren lief die Terminplanung an.

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