Katastrophenschutz in Südthüringen wird weiter gestärkt

Innenminister Maier übergibt Spezialfahrzeuge und neues Katastrophenschutzlager in Hildburghausen

Innenminister Georg Maier wird heute in Hildburghausen drei Katschutzfahrzeuge übergeben und gemeinsam mit dem Landkreis das neue Katastrophenschutzlager Süd in Betrieb nehmen. Ein Großtanklöschfahrzeug geht an die Freiwillige Feuerwehr Eisfeld, ein Kommandowagen sowie ein Kleingeländefahrzeug mit Anhänger an die Bergrettung Masserberg. Die Fahrzeuge sind Teil der Landesbeschaffungen im Katastrophenschutz.

„Katastrophenschutz muss dann funktionieren, wenn gewöhnliche Mittel nicht mehr ausreichen. Dafür brauchen wir gute Helferinnen und Helfer, aber ebenso moderne Technik und eine leistungsfähige Logistik. Mit den neuen Fahrzeugen und dem Katastrophenschutzlager Süd stärken wir beides. Vor allem aber investieren wir damit in die Sicherheit der Menschen in Thüringen“, sagt Innenminister Georg Maier.

Das Großtanklöschfahrzeug für die Freiwillige Feuerwehr Eisfeld ist eines von sechs Fahrzeugen, die das Land für die Katastrophenschutz-Unterstützungseinheiten Wassertransport beschafft hat. Seine Besonderheit ist der Löschwassertank mit einem Volumen von 10.000 Litern. Hinzu kommen ein 500-Liter-Schaummittelbehälter, eine leistungsfähige Feuerlöschkreiselpumpe, ein Dachwerfer, eine Wärmebildkamera und spezielle Ausrüstung für die Waldbrandbekämpfung. Damit kann das Fahrzeug insbesondere dort eingesetzt werden, wo in schwer zugänglichen Gebieten große Mengen Löschwasser benötigt werden. Die Kosten liegen bei rund 590.000 Euro.

Die Bergrettung Masserberg erhält einen allradgetriebenen Kommandowagen. Er dient der Führung des Katastrophenschutz-Bergrettungszuges sowie der Erkundung von Einsatzstellen. Das Fahrzeug verfügt über Arbeitsplätze für die Einsatzführung und eine Drohne mit Wärmebildtechnik. Die Beschaffungskosten liegen bei 152.000 Euro.

Ergänzt wird die Ausstattung durch ein Kleingeländefahrzeug mit Anhänger im Wert von rund 60.000 Euro. Das ATV ist für Einsätze in unwegsamem Gelände ausgelegt und kann mit einem Raupenkettensystem auch bei Schnee und Eis eingesetzt werden. Ausgestattet ist es mit Seilwinde, GPS-Navigation, Arbeitsscheinwerfer und Notfallrucksack.

Maier: „Gerade Waldbrände, Extremwetter oder Einsätze in schwierigem Gelände zeigen, dass wir Spezialtechnik brauchen, die weit über die alltäglichen Einsätze hinausgeht. Ein Löschwassertank mit 10.000 Litern, eine Drohne zur Erkundung oder ein geländegängiges Fahrzeug für die Bergrettung sind keine Extras. Sie können im Ernstfall darüber entscheiden, wie schnell und wirksam Hilfe ankommt.“

Mit dem neuen Katastrophenschutzlager Süd am Katastrophenschutzzentrum Hildburghausen verbessert der Freistaat zugleich seine Logistik für größere Schadenslagen. Thüringen betreibt insgesamt vier Katastrophenschutzlager in Erfurt, Nordhausen, Bad Köstritz und Hildburghausen. Die vom Land nutzbare Lagerfläche in Hildburghausen wächst mit dem Neubau um rund 100 auf 350 Quadratmeter. Durch die neue Hochregalanlage steigt die Zahl der entsprechenden Palettenstellplätze von rund 130 auf etwa 320. In einer weiteren Halle stehen dem Land rund 120 zusätzliche Stellplätze zur Verfügung. Bei Bedarf kann der Landkreis weitere 150 Stellplätze bereitstellen.

Perspektivisch soll Hildburghausen stärker als zentraler Standort für die Katastrophenschutzlogistik in Südthüringen genutzt werden. Der Freistaat hat rund 24.900 Euro in die Hochregalanlage und rund 22.600 Euro in einen Stapler investiert. Darüber hinaus wurde die Anschaffung eines Teleskopladers mit rund 76.700 Euro gefördert. Zudem werden heute neun ehrenamtliche Führungskräfte für Katastrophenschutzeinheiten des Landkreises bestellt. Sie übernehmen Führungsfunktionen unter anderem im Betreuungs- und Sanitätszug, im Einsatzzug Retten sowie im Bergrettungszug.

„Fahrzeuge, Hallen und Technik sind unverzichtbar. Aber Katastrophenschutz lebt von den Menschen, die im Ernstfall bereitstehen“, sagt Maier. „Mein besonderer Dank gilt deshalb den vielen haupt- und ehrenamtlichen Kräften im Landkreis Hildburghausen. Moderne Ausstattung und ihr Können machen einen starken Katschutz aus.“

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Katastrophenschutz in Thüringen

Es gibt Gefahren, die sich vorhersehen lassen, aber auch Notlagen, die plötzlich eintreten. In beiden Fällen sorgt der Thüringer Katastrophenschutz dafür, dass die Menschen im Land so früh wie möglich gewarnt und geschützt werden.

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