Niemand mag Katastrophen.

Er hat ein Faible für Reptilien und Donuts. Wie das zusammen passt, können wir auch nicht erklären, aber in seinen Filmen sind diese zwei Elemente immer drin – das ist sogar vertraglich festgeschrieben. Der Erfolg gibt ihm ja auch recht, immerhin war schon sein Debütfilm Yaara, die Riesenechse ein Kassenschlager. Wir haben mit ihm gesprochen. Über Yaara. Und darüber, was er zu Katastrophen im Film und im echten Leben sagt.

Clado, wie bist du zu deinem Namen gekommen? Vor kurzem haben ja noch alle gerätselt, wie du heißt.

Die Filmbranche ist ja ein ganz schön hartes Pflaster. Als Schauspieler musst du dabei immer interessant bleiben, sonst bist du schnell mal Hauptdarsteller in einem SchleFaZ.

In einem was?

SchleFaZ – schlechteste Filme aller Zeiten. Um also interessant zu bleiben, hatte ich die Idee als der Schauspieler ohne Namen zu starten.

Wie kam es dann zu Clado?

Das war eine Online-Challenge. Ich habe die Fans abstimmen lassen und der Name kam dabei raus.

Du bist ja bekannt dafür, konventionelle Regeln zu brechen. Ist das ein Grund, weshalb du auf Donut und Riesenechse in deinen Filmen bestehst?

Nein.

Sondern?

Ich liebe Donuts. Jeden Tag. Und so wars am einfachsten. (grinst) Und was die Riesenechse betrifft: Yaara habe ich eines Abends auf Lanzarote gefunden. Ich war gerade im Urlaub und wandern, da querte diese kleine Eidechse meinen Weg. Sie war verletzt und ich kümmerte mich um sie. Ich hatte allerdings nicht damit gerechnet, dass sie so groß wie ein Haus wird.

Du magst keine Drachen?

Ich mag Katzen.

Ach, die Echse ist echt?

Aus Fleisch und Blut.

Wohnt ihr zusammen?

Nein, das ist größentechnisch schwierig. Und selbst in hohen Gebäuden wie dem Kölner Dom würde sich Yaara nicht wohlfühlen. Aber mir gehört ein großes Waldstück in der Nähe von Süßenborn – und da fühlt sich Yaara auch sehr wohl.

Dein Lieblingsfilm ist aber nicht zufällig Jurassic Park?

(lacht) Nein, obwohl ich den auch sehr cool finde. Mein Lieblingsfilm ist Cast Away mit Tom Hanks. Das „Allein auf einer Insel“-Prinzip finde ich spannend. Und darüber hat doch irgendwann im Leben jede und jeder von uns schon mal nachgedacht, oder?

Definitiv seit Robinson Crusoe. Kommen wir zu deinem neuen Film Bad Barbecue. Der Hintergrund ist ja durchaus ein ernster, nämlich: Was ist Katastrophenschutz bzw. Katastrophenvorsorge.

Niemand mag Katastrophen. Also zumindest nicht live erleben. Das liegt ja in der Natur der Sache. Für viele sind Katastrophen dazu auch noch weit weg – ein Grund mehr, warum sich wenige mit der Vorsorge beschäftigen. Das läuft ein bisschen nach dem Muster: Ja, es gibt Katastrophen. Aber nein, nicht bei mir. Bad Barbecue nimmt dieses Thema auf, aber nicht allzu ernst, denn der Zugang sollte leicht verdaulich sein. Anders als ich im Film. (lacht)

Jetzt ist es aber so, dass die allgemeine Stimmung im Land relativ betrübt ist. Meinst du, dass da ein neuer Katastrophenfilm gut ankommt?

Die betrübte Stimmung ist ja das eine und hat mit Filmgenuss wenig zu tun. Noch dazu, dass der Film vieles überspitzt. Niemand wird buchstäblich zum Schnitzel, wenn er zu lange in der Sonne liegt. Würden wir lediglich nacherzählen, beispielsweise einen Film über das Hochwasser von 2013 machen, dann wäre das etwas anderes. Viele Menschen, die das damals erlebt haben, könnten ein bedrückendes Gefühl bekommen und daran erinnert werden. Das war ja aber nie unser Ziel.

Sondern?

Ein Film – fiktiv oder nicht – sollte meiner Meinung nach immer das Ziel haben, zwei Dinge zu erfüllen: Unterhaltung und Lerneffekt. Idealerweise. Mir ist natürlich klar, dass das oft auch nicht möglich ist.

Habt ihr das geschafft?

Das möchte ich nicht beurteilen. Das dürfen die anderen machen. (lacht)

Eine letzte Frage: Welche Katastrophe ist die Schlimmste?

Das kann man seriös kaum sagen, denn es kommt ja immer drauf an, wo man wohnt oder wo man sich gerade aufhält. Ich persönlich finde Starkregen und Hochwasser sehr schlimm, weil ich nicht schwimmen kann und Angst vor Wasser habe. Das Gute ist, hier in Thüringen wohnen wir in einer ziemlich sicheren Gegend. Wir haben keine Vulkane, keine nennenswerten Erdbeben und falls doch etwas passiert wie ein Hochwasser, haben wir den Katastrophenschutz. Der ist hier richtig auf Zack. Trotzdem ist natürlich richtig, dass jede Katastrophe eine zu viel ist.

Clado, vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg. Ich drücke die Daumen.

Danke, gleichfalls.

Können wir dir weiterhelfen?

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Wir beantworten dir gern alle deine Fragen!